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Warnlagebericht für Deutschland

WARNLAGEBERICHT für Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Samstag, 20.01.2018, 07:00 Uhr


Heute im Südwesten aufkommender Schneefall. Sturmböen auf Alpengipfeln und im Hochschwarzwald. Norden und Osten einzelne Gewitter.


Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stunden
bis Sonntag, 21.01.2018, 07:00 Uhr:


Die nach Deutschland eingeflossene Meeresluft polaren Ursprungs sorgt heute und über weite Strecken auch am Wochenende für wechselhaftes, vielfach nasskaltes Wetter. Erst zu Beginn der neuen Woche setzt von Südwesten eine deutliche Milderung ein.   
 
Heute entwickeln sich weitere Schnee-, Regen- oder Graupelschauer. Einzelne kurze Gewitter sind vor allem im Norden und Osten nicht ausgeschlossen. Gegen Mittag setzen von Frankreich her länger andauernde Niederschläge ein, die sich über Baden-Württemberg, das Saarland und die Pfalz hinweg ost-nordostwärts ausbreiten. Zum Teil schneit es bis ganz nach unten, gebietsweise auch mit Ausbildung einer dünnen Schneedecke und Glätte durch Schneematsch, bevor die Schneefallgrenze von Südwesten her auf etwa 200 bis 400 m, im Südschwarzwald bis auf über 800 m ansteigt. In Lagen darüber fallen bis in die Nacht zum Sonntag etwa 2 bis 10 cm Neuschnee, in Staulagen des Schwarzwaldes auch bis 20 cm.
Zunächst gibt es nur auf einigen Schwarzwald- und Alpengipfeln stürmische Böen aus Südwest. Nachmittags und abends frischt der Wind im Südwesten generell auf und es muss auf den Berggipfeln dort auch mit Sturm-, abends im Südschwarzwald und auf den Gipfeln der Allgäuer Alpen auch mit schweren Sturmböen gerechnet werden. Vom Hochrhein über Oberschwaben bis zum Allgäuer Alpenvorland kann es abends stürmische Böen geben.

In der Nacht zum Sonntag gibt es in der Nordhälfte weiterhin einzelne Schnee- und Graupelschauer mit Glätte durch Schnee und Eis, gebietsweise bildet sich auch eine dünne Schneedecke aus. Vereinzelt können auch kurze Gewitter auftreten.
In der Mitte und im Süden gibt es verbreitet Niederschläge, die im Südwesten oberhalb von etwa 200 bis 600 m, im Südschwarzwald und an den Alpen anfangs auch bis nahe 1000 m meist als Regen, sonst überwiegend als Schnee fallen, von Westen her aber allmählich nachlassen. Dabei fallen bis Sonntagvormittag in den Niederungen meist 1 bis 10 cm Neuschnee, im Nordschwarzwald, auf der Alb und im Alpenvorland auch bis 15 cm, in den Staulagen des Hochschwarzwaldes und der Alpen bis 20 cm, im höher gelegenen Oberallgäu bis 30 cm Neuschnee.
Der Wind weht im äußersten Süden lebhaft aus westlichen Richtungen, von Oberschwaben bis zum südlichen Alpenvorland gibt es anfangs auch steife bis stürmische Böen. Auf den Gipfeln des Südschwarzwaldes und der Alpen ist vorübergehend mit Sturm- und schweren Sturmböen zu rechnen.
Außer im Südwesten und in den breiten Flusstälern Westdeutschlands sowie Richtung Nordsee gibt es verbreitet leichten Frost.



Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:

SCHNEE: Süden und Mitte, gebietsweise 1 bis 5 cm, lokal etwas mehr. Ostalb oberhalb 600 m 5 bis 10 cm Neuschnee. 

GLÄTTE: Bis zum Vormittag auch in den Niederungen vielerorts Glättegefahr durch geringen Schneefall, Schneematsch oder gefrierende Nässe.

FROST: Anfangs noch verbreitet leichter Frost zwischen 0 und -5 Grad.

WIND: Alpengipfel Sturmböen 8 bis 10 Bft. Südschwarzwald (oberhalb 1000 m) Sturmböen Bft 8 bis 9.




Nächste Aktualisierung: spätestens Samstag, 20.01.2018, 11:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Jens Winninghoff