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Warnlagebericht für Deutschland

WARNLAGEBERICHT für Deutschland

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst
am Sonntag, 22.01.2017, 00:27 Uhr


In der Nacht erneut mäßiger bis strenger Frost und örtlich Nebel, im Nordosten lokal sehr geringer Nieselregen mit Glättegefahr möglich.  


Entwicklung der WETTER- und WARNLAGE für die nächsten 24 Stunden
bis Montag, 23.01.2017, 21:00 Uhr:


Deutschland liegt im Bereich einer umfangreichen Hochdruckzone, die von der Nordsee über Deutschland bis zum Schwarzen Meer reicht. Dabei ist in Teile Nord- und Nordostdeutschlands feuchte und etwas mildere Meeresluft wetterbestimmend, im großen Rest des Landes dagegen gealterte Kaltluft.

Ausgangs der Nacht zu Sonntag ist es unmittelbar an der Ostsee, im Norden Schleswig-Holsteins und auf den Nordseeinseln frostfrei. In der Norddeutschen Tiefebene ist mit leichtem, südlich einer Linie Münsterland - Lausitz auch mit mäßigem, örtlich sogar strengem Frost zu rechnen. Die tiefsten Werte liegen dabei im Süden über Schnee lokal unter -15 Grad. 

Von Schleswig-Holstein bis nach Brandenburg kann vereinzelt geringer Nieselregen fallen, so dass es dort zu Glätte kommen kann. Ansonsten ist nur vereinzelt mit Glätte durch Reif oder überfrierende Nässe zu rechnen. Speziell im Süden und der Mitte, teils aber auch an der Küste, kann sich Nebel bilden.

Am Tage wird mit der bodennah südöstlichen Strömung die starke Bewölkung im Norden zur See hin verfrachtet. Ansonsten scheint, abgesehen von Nebel-und Hochnebelfeldern, die bevorzugt im Süden, aber auch im Norden auftreten, wieder verbreitet die Sonne. In Teilen des Südens und der Mitte herrscht auch tagsüber wieder vielerorts Dauerfrost. Am Osterzgebirge und in Teilen der Lausitz kann "Böhmischer Wind" aufkommen, mit Böen der Stärke 7 (um 55 km/h). 

In der Nacht zu Montag ist es wieder fast überall frostig, allein die Nordseeinseln bleiben frostfrei. Dabei sinken die Werte zwischen Ems und Oder auf 0 bis -5, weiter südlich auf -5 bis -10 Grad, lokal muss auch wieder mit strengem Frost unter -10 Grad gerechnet werden. Es bleibt trocken, allenfalls direkt an der Küste kann es Ausgangs der Nacht etwas Regen geben. Im Laufe der Nacht bildet sich verbreitet Nebel, der auch zu Reif und entsprechender Glätte führen kann. Der Böhmische Wind im Erzgebirge lässt erst in der zweiten Nachthälfte nach, bis dahin treten weiter Böen der Stärke 7 auf.  


Aktuell sind folgende Warnungen in Kraft:

FROST: Mit Ausnahme einiger Küstenregionen in der kommenden Nacht leichter bis mäßiger, vor allem im Süden auch strenger Frost. 

 
NEBEL: Im Süden und in der Mitte örtlich Nebel mit Sichtweiten unter 150 m.



Nächste Aktualisierung: spätestens Montag, 23.01.2017, 05:00 Uhr

Deutscher Wetterdienst, VBZ Offenbach / Dipl.-Met. Martin Jonas